Seit dem 3. Februar 2026 firmiert die ehemalige Barclaycard Visa in Deutschland unter dem neuen Namen easybank Visa. Der Markenwechsel erfolgt im Rahmen der Übernahme des deutschen Privatkundengeschäfts von Barclays durch die österreichische BAWAG Group (bereits abgeschlossen Anfang 2025). Für Bestandskunden ändert sich inhaltlich nichts Wesentliches – die Karte bleibt gültig, Konditionen und Zugänge bleiben gleich, nur Name, Design und Website wechseln.
Frühere Beiträge zur Barclaycard Visa (hier auf auf Zahlungspraxis.de) haben vor allem die flexible Rückzahlung als besonderes Merkmal hervorgehoben. Genau diese Flexibilität bleibt auch bei der easybank Visa erhalten und macht die Karte weiterhin interessant.
Was genau geändert hat
- Markenwechsel: Alles läuft jetzt unter easybank – inklusive App, Website und Kommunikation.
- Produkt und Konditionen: Bleiben unverändert, wie easybank explizit bestätigt.
- Für Bestandskunden: Die physische Karte wird schrittweise ersetzt (automatisch, keine Aktion nötig). Zugangsdaten und App funktionieren weiter.

Die Stärken der easybank Visa: Flexible Rückzahlung im Fokus
Das Kernfeature ist die revolving credit-Funktion mit echten Wahlmöglichkeiten bei der Rückzahlung – anders als bei vielen deutschen Kreditkarten, die entweder Charge (komplett monatlich) oder Debit sind.
- Zinsfreier Zeitraum: Bis zu 59 Tage für Umsätze (in der Praxis oft fast zwei Monate, je nach Buchungs- und Abrechnungszeitpunkt).
- Flexible Optionen:
- Komplette Rückzahlung (dann 0 % Zinsen).
- Teilbeträge oder feste Raten – Höhe und Tempo jederzeit in der App anpassbar.
- Separater Ratenkauf für einzelne Umsätze: Ab 0 % Zinsen möglich (abhängig von Bonität, Laufzeit und Verhalten; Zins bleibt fix).
- Das hilft als kurzfristiger Puffer bei Liquiditätsengpässen, ohne sofort einen klassischen Kredit aufzunehmen.
Der Preis der Flexibilität: Zinsen bei Teilzahlung
Wenn nicht alles komplett ausgeglichen wird, fallen Zinsen an – und die sind hoch:
- Sollzins: 19,14 % p. a. (veränderlich).
- Effektiver Jahreszins: Ca. 20,91 %.
- Zinsen laufen ab Buchungstag.
- Es gibt eine Mindestrückzahlung, damit offene Beträge nicht unbegrenzt laufen (Details in der App einstellbar).
Beispiel (laut Preisverzeichnis): Bei 1.500 € in Teilzahlung über 12 Monate ≈ 138 € monatlich, Gesamtkosten ca. 1.660 €.

Für wen die Karte passt – und für wen eher nicht
Geeignet, wenn:
- Die Karte primär als zinsfreier Puffer für 1–2 Monate genutzt wird.
- Diszipliniert komplett ausgeglichen wird, außer in Ausnahmefällen.
- Kosten vorher genau kalkuliert werden.
Weniger geeignet, wenn:
- Teilzahlungen leicht „laufen gelassen“ werden (dann wird es teuer).
- Bereits andere laufende Kredite bestehen.
- Die Karte als dauerhafter Dispokredit gedacht ist.
(Dies ist keine individuelle Beratung, sondern eine Zusammenfassung der Konditionen.)
Praktische Tipps für den sicheren Umgang
- Standardmäßig auf 100 % Rückzahlung einstellen – nur im Bedarfsfall temporär anpassen.
- Bei Teilzahlung möglichst hohe Beträge wählen, um Zinsen zu minimieren.
- Fälligkeitsdatum und Abrechnung regelmäßig prüfen (App-Benachrichtigungen aktivieren).
- In der Umstellungsphase auf Phishing achten – nur offizielle Kanäle nutzen.
Fazit zur Easybank Visacard
Der Wechsel zu easybank ist vor allem ein neuer Name und Look – die eigentlichen Vorteile, insbesondere die flexible Rückzahlung mit bis zu 59 Tagen zinsfrei, bleiben erhalten. Als kontrollierter Kurzzeitpuffer ist die Karte weiterhin eine der flexibelsten Optionen in Deutschland. Bei undisziplinierter Nutzung der Teilzahlung können die hohen Zinsen jedoch schnell zur Kostenfalle werden.
Direkt zur easybank Visa: easybank Kreditkarte.
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