Beiträge zum Thema

Tipps

  • 8 September 2011

Da es im ursprünglichen Ansatz von Zahlungspraxis.de auch darum ging, Tipps & Tricks für den Geschäftsalltag zu geben, bzw. Fragen zu stellen, wie man mit bestimmten Business-Situation umgehen sollte, hier mal wieder ein Beitrag aus dieser Sparte: der unbekannte Anrufer / ‘Nachfrager’ am Arbeitsplatz.

Eine der häufigsten Ursachen für eine Arbeitsunterbrechung für den gemeinen Freelancer sind zuweilen Anrufe, die  leider allzu oft nicht von Kunden, sondern von irgendwelchen Verkäufern, ‘Premium-Eintrags-Disponenten‘ – You name it – kommen. Aber auch Anrufe von Mitbewerbern bzw. Unbekannten, die einem gefühlt aushorchen und somit das Gefühl von Social Engineering vermitteln sind leider keine Seltenheit.

So auch die Tage wieder, ein Anruf mit sinngemäß dem folgenden Inhalt:

  • 8 Februar 2010

Nicht dass es in diesem Blog nur um die Zahlungspraxis zu Transkriptionen gehen sollte, aber aktuell beschäftigt mich das Thema und deshalb hier ein kurzer Beitrag zu Transkriptionspreisen. Wie bereits in einem vorherigen Artikel zum Preisdumping in diesem Dienstleistungsbereich beschrieben, konnte ich bei einigen Recherchen zum Keyword “Transkription” doch einige interessante Preisangebote entdecken. Warum man für sehr kleines Geld kein vollständiges Transkript erwarten sollte und über das Dilemma der Mach-es-wer-auch-immer-Mentalität.

Übersicht

1. Einleitung – Preisdumping & oftmals unterschätzter Transkriptionsaufwand

1. Einleitung – Preisdumping & oftmals unterschätzter Transkriptionsaufwand

Da ich selbst Interviews und andere Audiodokumente transkribiere und wie ich meinte auch durchweg einen guten Schnitt bei den Tastenanschlägen je Minute erreiche, war es mir bislang ein Rätsel wie man bestimmte Preise, nennen wir sie beim Namen: um die 60 Cent, anbieten kann. Nach meinen Erfahrungen kann man im Schnitt mit ca. 5 Stunden für eine gute und fehlerfreie Transkription rechnen (inkl. Nachbearbeitung, Recherche von Schreibweisen durchaus auch mehr).

Dass man eher mit 6 bis 7 Arbeitsstunden für eine Audiostunde kalkulieren sollte, wie in wissenschaftlichen Untersuchungen bestätigt, ist unten in den Kommentaren belegt. Wichtig hierbei ist der Punkt für welchen Zweck die Transkription benötigt wird – sprachanalytische Transkriptionen erfordern zumeist ein Vielfaches der Zeit einer einfachen Transkription. -

Das heißt mit einer anschließenden Rechtschreibprüfung, kurzem Nachschlagen von speziellen Eigennamen (insbesondere bei Experteninterviews – spezifischen Transkriptionen, sollte dieser Punkt nicht unterschätzt werden), sowie wiederholtem Anhören bei undeutlicher, schneller Ausdrucksweise. Anders sieht es bei Diktaten oder speziell aufgesprochenen Texten aus, hier sind bei kürzeren Aufnahmen auch schnellere Zeiten erreichbar. Bei regulären Gesprächsdaten kommt man aber um das mehrmalige Anhören von Passagen nicht herum, weil es sich einfach um natürliche Kommunikation handelt, die Überlagerungen, Dialekt und Abbrüche etc. enthält. Hinzu kommt, dass bei einer Transkription von mehreren Stunden (10+ Audiostunden) keine Schreibarbeit am Stück möglich ist. (Nachtrag: Siehe dazu unten den Link Forum Qualitative Sozialforschung)

Wenn man nun beispielsweise einen Stundenlohn von 10 Euro netto ansetzen würde, beim Faktor 5, käme man also auf einen Minutenpreis von ca. — Euro. Als Selbständiger oder Freiberufler ist dieser Stundenlohn allerdings unrealistisch, da er nicht annähernd die Kosten deckt, denn 1) im Gegensatz zu einer Festanstellung kommen Aufträge unregelmäßig, das heißt man hat diesen Stundenlohn nicht automatisch jeden Tag, 2) dazu kommen Kosten wie Krankenkassenbeiträge, Versicherungen, Büromiete und jede Menge andere Kosten hinzu. Ohne dies nun zu sehr auszudehnen, denn allein zu diesem Thema ließen sich treffliche Texte verfassen, erscheint es mir objektiv gesehen einfach nicht plausibel, wie man bei Preisen um die 60 Cent und darunter eine vernünftige Qualität realisieren kann und vor allem davon leben will und kann.

  • 2 Februar 2010
Kleingeld

Es soll ja vorkommen, dass man hin und wieder kleine Zahlungsengpässe aufgrund von säumigen Zahlern, einem Chef der prinzipiell eine ‘delayed payment practice‘ bevorzugt oder aus sonstigen Gründen, um ein hoffentlich kurzzeitiges Loch auf dem Konto zu stopfen. Eine Möglichkeit wäre die Nutzung der Kreditkarte, um Geld von dieser auf das Girokonto zu überweisen. Dies ist aber erfahrungsgemäß nicht ganz so einfach, da eine direkte Überweisung (zumindest bei Standard-Kreditkarten) nicht möglich ist.

Man könnte ebenfalls Geld über die Kreditkarte abheben und anschließend auf das Konto überweisen. Dies funktioniert jedoch auch nicht immer, bzw. geht es mir häufig so, dass man aufgrund der relativ seltenen Anwendung der Kreditkarte im Real-Life (ich persönlich nutze die Kreditkarte ausschließlich Online) einfach die PIN nicht parat hat, weil man das Schriftstück mit dem Code vor Jahren ordnungsgemäß entsorgt hat, und die Eingabe der Sicherheitsnummer auf der Rückseite genügt an der Tankstellenkasse leider nicht. Ich selbst habe 10+ PINs für diverse Karten, die SIM und sonstigen Accounts – die Kreditkarten PIN habe ich bislang vielleicht einmal verwendet.

  • 11 September 2009

Tipps für Selbständige und Freiberufler

Um als Selbständiger oder Freiberufler erfolgreich geschäftlich tätig zu sein hat in erster Linie die Qualität der angebotenen Dienstleistungoder der Produkte für das langfristigen Bestehen und Wachstum die oberste Priorität. Dennoch gibt es bestimmte Regeln und Best-Practices im Geschäftsumgang, die ebenfalls zum Erfolg beitragen. In diesem Artikel werde ich meine persönlichen Faktoren und Tipps zu erfolgreichen Geschäftsbeziehungen darstellen. Diese sollen unter der Prämisse der Zahlungspraxis beleuchtet werden, also welche Geschäftspraktiken dienen einer positiven Zahlungsmoral von Auftraggebern und tragen zum Geschäftserfolg bei. Die aufgeführten Punkte sind subjektiv und stellen keinen allumfassenden Überblick dar, dennoch sind sie aus meiner Sicht überaus wichtig, um langfristig am Markt Erfolg zu haben und um Zahlungsausfällen in einem gewissen Rahmen vorzubeugen.

1. Professionalität – Formalität

Der erste Punkt bezieht sich auf die Art der Geschäftsbeziehung. Wenn man eine Anfrage für die Ausführung einer Dienstleistung und die Erstellung eines Kostenvoranschlags / Angebots erhält, sollte die Angebotslegung bestimmten Kriterien genügen. Das heißt, das Angebot sollte nicht unbedingt als Fließtext im Rahmen einer E-Mail zugeschickt werden. Wichtig ist, dass formelle Richtlinien beachtet werden und keinesfalls informell kommuniziert wird. Dies impliziert für bestimmte Klienten fehlende Professionalität und kann unter Umständen ausgenutzt werden. Mit einem klaren und strukturierten Angebot signalisiert man eindeutig, dass die angebotene Leistung keine 08-15 Dienstleitung / Produkt ist, sondern qualitativen Kriterien genügt. (was natürlich bei Auftragserteilung, dann auch entsprechend umgesetzt werden muss). Dennoch ist  es meiner Meinung nach den Aufwand wert, immer eine Art Vorlage für ein Angebot parat zu haben, um nicht bei jeder neuen Anfrage bei Null zu beginnen.

Was heißt das in der Praxis?