Beiträge zum Thema

Best Practice

  • 3 April 2010

Preise für Übersetzungen und merkwürdige Anfragen

Über die Preisgestaltung in der Übersetzerbranche ließen sich sicherlich ganze Foren mit füllen. Es gibt zwar Empfehlungen von Übersetzerverbänden wie dem dem VÜD – Verband der Übersetzer und Dolmetscher e.V. oder dem BDÜ – Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V., welche Preise in der Branche üblich sind, wenn man sich aber beispielsweise auf Übersetzer-Jobportalen wie proz.com oder translatorscafe.com umschaut und die Ausschreibungen verfolgt, dann kommt man als Übersetzer schon ins Grübeln wo man eigentlich ansetzen soll.

Ich möchte in diesem Beitrag keine Debatte über falsche und/oder richtige Preise erörtern, sondern kurz auf Anfragen, die ich relativ häufig über das translationdirectory.com erhalte, eingehen. Natürlich sollten diese Anfragen keinesfalls der Maßstab sein und sind es sicherlich auch nicht, aber da derartige Direktanfragen in letzter Zeit häufiger eintreffen, hier ein paar Gedanken zu den Hintergründen.

  • 11 September 2009

Tipps für Selbständige und Freiberufler

Um als Selbständiger oder Freiberufler erfolgreich geschäftlich tätig zu sein hat in erster Linie die Qualität der angebotenen Dienstleistungoder der Produkte für das langfristigen Bestehen und Wachstum die oberste Priorität. Dennoch gibt es bestimmte Regeln und Best-Practices im Geschäftsumgang, die ebenfalls zum Erfolg beitragen. In diesem Artikel werde ich meine persönlichen Faktoren und Tipps zu erfolgreichen Geschäftsbeziehungen darstellen. Diese sollen unter der Prämisse der Zahlungspraxis beleuchtet werden, also welche Geschäftspraktiken dienen einer positiven Zahlungsmoral von Auftraggebern und tragen zum Geschäftserfolg bei. Die aufgeführten Punkte sind subjektiv und stellen keinen allumfassenden Überblick dar, dennoch sind sie aus meiner Sicht überaus wichtig, um langfristig am Markt Erfolg zu haben und um Zahlungsausfällen in einem gewissen Rahmen vorzubeugen.

1. Professionalität – Formalität

Der erste Punkt bezieht sich auf die Art der Geschäftsbeziehung. Wenn man eine Anfrage für die Ausführung einer Dienstleistung und die Erstellung eines Kostenvoranschlags / Angebots erhält, sollte die Angebotslegung bestimmten Kriterien genügen. Das heißt, das Angebot sollte nicht unbedingt als Fließtext im Rahmen einer E-Mail zugeschickt werden. Wichtig ist, dass formelle Richtlinien beachtet werden und keinesfalls informell kommuniziert wird. Dies impliziert für bestimmte Klienten fehlende Professionalität und kann unter Umständen ausgenutzt werden. Mit einem klaren und strukturierten Angebot signalisiert man eindeutig, dass die angebotene Leistung keine 08-15 Dienstleitung / Produkt ist, sondern qualitativen Kriterien genügt. (was natürlich bei Auftragserteilung, dann auch entsprechend umgesetzt werden muss). Dennoch ist  es meiner Meinung nach den Aufwand wert, immer eine Art Vorlage für ein Angebot parat zu haben, um nicht bei jeder neuen Anfrage bei Null zu beginnen.

Was heißt das in der Praxis?