Zahlungspraxis: Preise

Preiskalkulation – Eine simple Kategorisierung

Beim Durchsuchen der Lexware BüroEeasy Hilfe stößt man mitunter auf interessante Sachen und mittels Querverlinkung auf ein paar super Weisheiten in Sachen Zahlungspraxis – nur kurz als Randnotiz

  1. Wer billig ist und wenig Leistung bringt, ist ein Discounter.
  2. Wer teuer ist und gute Leistung bringt, ist ein Luxus-Label.
  3. Wer teuer ist und wenig Leistung bringt, ist ein Betrüger.
  4. Wer billig ist und gute Leistung bringt, ist ein Idiot.

Letzteres ist allzu wahr im Hinblick auf die im Blog bereits vielfach angesprochenen “Mach-es-wer-will-Anbieter“. Ein Motto, das man sich einrahmen sollte ;

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Preise für Übersetzungen und merkwürdige Anfragen

Über die Preisgestaltung in der Übersetzerbranche ließen sich sicherlich ganze Foren mit füllen. Es gibt zwar Empfehlungen von Übersetzerverbänden wie dem dem VÜD - Verband der Übersetzer und Dolmetscher e.V. oder dem BDÜ - Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V., welche Preise in der Branche üblich sind, wenn man sich aber beispielsweise auf Übersetzer-Jobportalen wie proz.com oder translatorscafe.com umschaut und die Ausschreibungen verfolgt, dann kommt man als Übersetzer schon ins Grübeln wo man eigentlich ansetzen soll. Ich möchte in diesem Beitrag keine Debatte über falsche und richtige Preise erörtern, sondern kurz auf Anfragen, die ich relativ häufig über das translationdirectory.com erhalte, eingehen. Natürlich sollten diese Anfragen keinesfalls der Maßstab sein und sind es sicherlich auch nicht, aber da derartige Direktanfragen in letzter Zeit häufiger eintreffen, hier ein paar Gedanken zu den Hintergründen.

In der Regel sind derartige Anfragen in etwa so formuliert:

we need translators. send me your detailed resume. email.”  ODER “I have 10000 words. need it back till … I can pay 0,03 US$” ODER “We are expanding our databases. Contact us“.

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Transkriptionspreise Umfrage

Transkriptionsservice

Nicht dass in diesem Blog nur um die Zahlungspraxis zu Transkriptionen gehen sollte, aber aktuell beschäftigt mich das Thema und deshalb hier ein kurzer Beitrag zu Transkriptionspreisen. Wie bereits in einem vorherigen Artikel zum Preisdumping in diesem Dienstleistungsbereich beschrieben, konnte ich bei einigen Recherchen zum Keyword “Transkription” doch einige interessante Preisangebote entdecken. Da ich selbst Interviews und andere Audiodokumente transkribiere und wie ich meinte auch durchweg einen guten Schnitt bei den Tastenanschlägen je Minute erreiche, war es mir bislang ein Rätsel wie man bestimmte Preise, nennen wir sie beim Namen: um die 50 Cent, anbieten kann. Nach meinen Erfahrungen kann man im Schnitt mit 5 Stunden für eine gute und fehlerfreie Transkription rechnen (durchaus auch mehr). Das heißt mit einer anschließenden Rechtschreibprüfung, kurzem Nachschlagen von speziellen Eigennamen (insbesondere bei Fachtexten – spezifischen Transkriptionen), sowie wiederholtem Anhören bei undeutlicher, schneller Ausdrucksweise. Anders sieht es bei Diktaten oder speziell aufgesprochenen Texten aus, hier sind bei kürzeren Aufnahmen auch schnellere Zeiten erreichbar. Bei regulären Gesprächsdaten kommt man aber um das mehrmalige Anhören von Passagen nicht herum, weil es sich einfach um natürliche Kommunikation handelt, die Überlagerungen, Dialekt und Abbrüche etc. enthält. Hinzu kommt, dass bei einer Transkription von mehreren Stunden (10+ Audiostunden) keine Schreibarbeit am Stück möglich ist. (Nachtrag: Siehe dazu unten den Link Forum Qualitative Sozialforschung)

Wenn man nun beispielsweise einen Stundenlohn von 10 Euro Netto ansetzen würde, beim Faktor 5, käme man also auf einen Minutenpreis von ca. 1 Euro Brutto. Als Selbständiger oder Unternehmer ist dieser Stundenlohn allerdings unrealistisch, da er nicht die annähernd die Kosten deckt, denn im Gegensatz zu einer Festanstellung kommen Aufträge unregelmäßig, das heißt man hat diesen Stundenlohn nicht automatisch jeden Tag, dazu kommen Kosten wie Krankenkassenbeiträge, Versicherungen, Büromiete und jede Menge andere Kosten hinzu. Gut, ohne dies nun zu sehr auszudehnen, denn allein zu diesem Thema ließen sich treffliche Texte verfassen, erscheint es mir objektiv gesehen einfach nicht plausibel, wie man bei Preisen um die 50 Cent und darunter eine vernünftige Qualität realisieren kann und vor allem davon leben will und kann. Mehr…

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