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Archiv für die Kategorie ‘Praxis’

Amazon Rechnung Inkognito

15. Juli 2010

Auf der Suche nach einem neuen Netzteil für mein Notebook bin ich doch glatt im Amazon Marketplace fündig geworden. Gute Bewertungen, guter Preis – also habe ich zugegriffen – es ist ja schließlich Amazon. Gut, wie dem auch sei. Nach 3 Tagen kam nun die Lieferung des Netzteils und es funktioniert auch soweit. Bis dahin also nichts auszusetzen. Das erste allerdings was stutzig machte war die Tatsache, dass nirgends ein Absender zu finden war, eben nur xyz-shop bei Amazon (ein Händler auf der Amazon Plattform). Also habe ich nochmal die Rechnung im E-Mail-Posteingang angeschaut und die Seite des Händlers aufgesucht. Auch hier herrschte Ebbe in Sachen Kontaktinformationen, lediglich eine Kontaktaufnahme per E-Mail stand zur Verfügung.

Wie dem auch sei. Was mich aber doch umso mehr stutzig machte und nach wie vor macht, ist die fehlende Angabe der Mehrwertsteuer auf der Rechnung. Auf der Händlerseite ist zwar versteckt ausgewiesen, dass alle Preise einschließlich der gesetzlichen Mehrwertsteuer sind, aber dann sollte sie doch zumindest explizit ausgewiesen sein. Gut, es ist kein großer Betrag, aber das Finanzamt interessiert es ja schon, haben Sie nun die RE mit oder ohne MwSt.? Da keinerlei Kontaktdaten, weder auf der Rechnung, noch auf der Händlerseite von Amazon vorhanden sind, und die Rechnung quasi von jedem x-beliebigen Absender stammen kann, wundert es mich doch schon sehr. Hinzu kommt, dass der Artikel als Original-Ersatzteil angeboten wurde, aber ein Replikat (no-name Marke) geliefert wurde. Dies konnte ich mir vom Preis her vorab denken, aber die Inkognito Rechnung ohne jeglichen Absender, verpackt in einer grauen Plastiktüte mit einem Aufkleber “BY AIR MAIL”, sowie einem zweiten Aufkleber mit “Royal Mail – Postage Paid GB” lassen aber meiner Meinung nach keinen Zweifel offen woher die Ware kommt – nicht aus Deutschland, was ja auch legitim ist – aber ohne jegliche Angaben…

Wie dem auch sei, ich habe die Ware erhalten, sie funktioniert, war günstig, aber das Ganze irgendwie mit einem faden Beigeschmack in Sachen Transparenz und von wem hab ich den Artikel eigentlich? (vom Amazon Marketplace!) Ich kann nur hoffen, dass der Artikel lange hält, ohne dass ich eine Rücksendung ins Land X tätigen muss. Wie aber Amazon zu dem Ganzen steht würde mich schon interessieren. Aber nun ja, es bleibt wohl nur eine kurze Notiz am Rande – die Amazon Rechnung Inkognito eben.

Nachtrag

Und siehe da, was eine freundliche Anfrage für die Nachsendung der Rechnung bewirken kann. Keine 24 Stunden später liegt die Rechnung mit allen erforderlichen Kontaktdaten vor, auch einschließlich der expliziten Angabe der Mehrwertsteuer und VAT-ID des Verkäufers.  Es handelt sich um eine Firma aus Großbritannien, was entsprechend des Poststempels schon ersichtlich war, aber diesmal eben mit allen erforderlichen Informationen, um die Rechnung einfach abzuheften. Eine Rückfrage beim Verkäufer kann also so manche Unklarheit schnell aus dem Weg räumen.

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Zahlungsstopp + Zahlungsverzug = Legitimierung

28. Juni 2010

Vor 55 Tagen geliefert, ein hoch zufriedener Kunde (bzw. entsprechender Einkäufer), ein Folgeauftrag und 2 Monate später kein Geld. Das sind die Fakten. Ein kurzlebiger Auftrag bei einem großen Unternehmen entpuppt sich als Luftnummer und sorgt für Rau-es Klima.

Wenngleich zahlungsunfähige Kunden zum ‘täglichen’ Geschäft gehören ist es für Firmenneugründer und junge Unternehmer doch ein prägendes Erlebnis vor der Situation zu stehen, Zulieferer Rechnungen fristgerecht zu zahlen und gleichzeitig endlos auf den Zahlungseingang vom Kunden warten zu müssen. Nach der ersten verflossenen Frist ist man noch optimistisch, ein paar Tage, ok, passt. Nach 30 Tagen denkt man, gut, bei großen Unternehmen, die zahlen immer nach 30 Tagen. In der Zwischenzeit erfolgte natürlich auch Rückfrage, bzw. wurde eine erste Zahlungserinnerung verschickt, man will dem Neukunden ja nicht gleich den Mahnlauf ins Gesicht drücken. Nun gut, die Mitarbeiter, wie so oft, sehr zuvorkommend und freundlich – es ist eine gewisse Euphemie zu spüren-  hegen und pflegen das Vertrauen in trügerischer Harmonie. Mehr…

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KfW Bankdarlehen nach BAföG – Aussetzung der Rückzahlung/Stundung

16. April 2010

Wer nach Ende des Studiums die Rückzahlung seines Bankdarlehens nach § 18 BAföG bei der KfW einmal nicht bedienen kann oder für einen Zeitraum aussetzen möchte, sprich eine Stundung beantragen möchte, der kann dies mit entsprechenden Nachweisen zum Einkommen bei der KfW beantragen. Dazu muss glaubhaft nachgewiesen werden, dass man die Rückzahlung aufgrund seiner wirtschaftlichen Situation aktuell nicht bedienen kann. Es werden dazu folgende Belege benötigt, die bei der KfW zusammen mit einem Antrag eingereicht werden müssen:

1. Selbstauskunft zum Antrag auf Stundung/Ratenreduzierung

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Praxis

Transkriptionspreise Umfrage

8. Februar 2010

Bild Transkription TastaturNicht dass in diesem Blog nur um die Zahlungspraxis zu Transkriptionen gehen sollte, aber aktuell beschäftigt mich das Thema und deshalb hier ein kurzer Beitrag zu Transkriptionspreisen. Wie bereits in einem vorherigen Artikel zum Preisdumping in diesem Dienstleistungsbereich beschrieben, konnte ich bei einigen Recherchen zum Keyword “Transkription” doch einige interessante Preisangebote entdecken. Da ich selbst Interviews und andere Audiodokumente transkribiere und wie ich meinte auch durchweg einen guten Schnitt bei den Tastenanschlägen je Minute erreiche, war es mir bislang ein Rätsel wie man bestimmte Preise, nennen wir sie beim Namen: um die 50 Cent, anbieten kann. Nach meinen Erfahrungen kann man im Schnitt mit 5 Stunden für eine gute und fehlerfreie Transkription rechnen (durchaus auch mehr). Das heißt mit einer anschließenden Rechtschreibprüfung, kurzem Nachschlagen von speziellen Eigennamen (insbesondere bei Fachtexten – spezifischen Transkriptionen), sowie wiederholtem Anhören bei undeutlicher, schneller Ausdrucksweise. Anders sieht es bei Diktaten oder speziell aufgesprochenen Texten aus, hier sind bei kürzeren Aufnahmen auch schnellere Zeiten erreichbar. Bei regulären Gesprächsdaten kommt man aber um das mehrmalige Anhören von Passagen nicht herum, weil es sich einfach um natürliche Kommunikation handelt, die Überlagerungen, Dialekt und Abbrüche etc. enthält. Hinzu kommt, dass bei einer Transkription von mehreren Stunden (10+ Audiostunden) keine Schreibarbeit am Stück möglich ist. (Nachtrag: Siehe dazu unten den Link Forum Qualitative Sozialforschung)

Wenn man nun beispielsweise einen Stundenlohn von 10 Euro Netto ansetzen würde, beim Faktor 5, käme man also auf einen Minutenpreis von ca. 1 Euro Brutto. Als Selbständiger oder Unternehmer ist dieser Stundenlohn allerdings unrealistisch, da er nicht die annähernd die Kosten deckt, denn im Gegensatz zu einer Festanstellung kommen Aufträge unregelmäßig, das heißt man hat diesen Stundenlohn nicht automatisch jeden Tag, dazu kommen Kosten wie Krankenkassenbeiträge, Versicherungen, Büromiete und jede Menge andere Kosten hinzu. Gut, ohne dies nun zu sehr auszudehnen, denn allein zu diesem Thema ließen sich treffliche Texte verfassen, erscheint es mir objektiv gesehen einfach nicht plausibel, wie man bei Preisen um die 50 Cent und darunter eine vernünftige Qualität realisieren kann und vor allem davon leben will und kann. Mehr…

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Geld von Kreditkarte auf Konto überweisen

2. Februar 2010

Es soll ja vorkommen, dass man hin und wieder kleine Zahlungsengpässe aufgrund von säumigen Zahlern, einem Chef der prinzipiell eine ‘delayed payment practice‘ bevorzugt oder aus sonstigen Gründen, um ein hoffentlich kurzzeitiges Loch auf dem Konto zu stopfen. Eine Möglichkeit wäre die Nutzung der Kreditkarte, um Geld von dieser auf das Girokonto zu überweisen. Dies ist aber erfahrungsgemäß nicht ganz so einfach, da eine direkte Überweisung (zumindest bei Standard-Kreditkarten) nicht möglich ist. Man könnte ebenfalls Geld über die Kreditkarte abheben und anschließend auf das Konto überweisen. Dies funktioniert jedoch auch nicht immer, bzw. geht es mir häufig so, dass man aufgrund der relativ seltenen Anwendung der Kreditkarte im Real-Life (im Online-Kontext natürlich um so mehr) einfach die PIN nicht wirklich parat hat, die Eingabe der Sicherheitsnummer auf der Rückseite genügt an der Tankstellenkasse leider nicht.

Nun gut, so viel zum Kontext, warum man Geld von der Kreditkarte auf sein Girokonto überweisen wollte. Gibt es nun eine praktikable Möglichkeit dies durchzuführen? Ja, es gibt sie, wenn auch für manche ein wenig unkonventionell, aber es funktioniert und erstaunlich schnell. Und zwar über ein Moneybookers com Konto. Dies ist im Prinzip nichts anderes wie eine PayPal Alternative, die im internationalen Kontext häufig verwendet wird.

Wie überweise ich nun Geld von der Kreditkarte auf mein Girokonto?

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Preisdumping am Beispiel von Transkriptionen

12. November 2009

Bin vor längerem schon einmal auf die Seite machdudas & Konsorten aufmerksam geworden – ich möchte mir dabei kein allumfassendes Urteil erlauben – aber für die Bereiche nach denen ich mal ein wenig gebrowst hatte, Übersetzungen und Transkriptionen, musste ich doch einen ziemlichen Preisverfall feststellen. Natürlich ist das Thema bspw. in Übersetzerkreisen, wie auch in anderen Branchen, weit verbreitet, dass Dienstleistungen jenseits von vernünftiger Preispolitik angeboten werden und man sich die Frage stellt, in wie fern diejenigen, die solche Angebote (in dem Beispiel was ich gefunden hatte war der Preis direkt mit angeben) annehmen und davon ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Im Beispiel der Eingangs genannten Seite, welche ich nicht überbetonen möchte, da es nur eine von vielen ist, sind die Antworten auf die Ausschreibungen für jeden sichtbar. Dass der ohnehin schon niedrige Preis darin noch unterboten wird kann ich nicht wirklich nachvollziehen.

Geldscheine Euro Zahlungspraxis

Um das Ganze noch ein wenig zu untermauern und ggf. zur Diskussion anzuregen, hier ein kurzes Zahlenbeispiel für die Transkription von Interviews. Für das Verschriftlichen von Gesprächsdaten (Audiodaten) kann man für die Arbeitszeit mindestens mit dem Faktor 4 bis 6 rechnen. Dies bedeutet für eine Stunde Ausgangsmaterial (1h Audio) benötigt man  im Schnitt 5 Arbeitsstunden. Natürlich sind kürzere Audioschnipsel auch mit dem Faktor 3 zu bewältigen, aber transkribieren benötigt Konzentration, da verschiedene Faktoren eine Rolle spielen: Anzahl der Sprecher, Sprechgeschwindigkeit, Tonqualität, Dialekt, Hintergrundgeräusche etc. pp. Dies soll heißen, um eine Audiodatei zu verschriftlichen genügt es nicht, wie man evt. als Novice annehmen würde, mit einem 1:1 Aufwand zu kalkulieren, sondern es umfasst wiederholtes hören und bei längeren Audiodaten auch  Pausen, um auch keinen Punkt, keine Äußerung zu überhören. Natürlich mag es auch Transkriptionen jenseits von akademischen und wirtschaftlichen Interessen geben, in der Regel zielen aber solche Ausschreibungen doch eher auf jene solche ab.

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